Archiv für den Monat: September 2009

Ein Atheist in der Kirche

Ich habe mich an dem Gedenk/Trauergottesdienst in der Evangelischen Kirche Dahlerau beteiligt.

Ich hatte ein ungutes Gefühl dabei, insofern als ich sonst nicht in der Kirche zu finden bin. Nach langem Zwiegespräch mit mir selbst und einigen einigen Unterstützern habe ich mich dennoch entschieden, dem Gottesdienst beizuwohnen.

Dabei ging es mir nicht um die Liturgie. Es ging mir darum, einer zentralen Trauerveranstaltung im Gedenken an die Opfer des Unglücks beizuwohnen. Ich hätte mir gewünscht, daß diese nicht nur ökumenisch, also inter-konfessionell, sondern tatsächlich inter-religiös gewesen wäre. Schließlich waren auch nicht alle Opfer Christen. Auch ein Moslem war darunter.

Letzten Endes habe ich es so betrachtet: Den Opfern ist zu gedenken. Was bedeutet dann meine persönliche Einstellung? Es ging um die Anerkennung der Geste. Wir trauern.

Das ist auch kein Vorrecht der Gläubigen – Wir Atheisten geben einen Menschen, der verstirbt, als verloren. Unsere Trauer ist endgültig.

Nun bleibt zu hoffen, daß die Überlebenden mit dem Verlust Ihrer Lieben fertig werden. Darauf, daß es nur fünf Opfer gegeben haben wird.

Mehr ist nicht zu sagen.

-Fritz Ullmann

Ende des Wahlkampfes der Parteien in Radevormwald

Die Radevormwalder Parteien haben den Bundestagswahlkampf 2009 beendet. Grund ist das Unglück in den Wupperorten – Ich denke, ich spreche auch für unsere politischen Gegner, wenn ich schreibe, daß wir es als pietätlos empfunden hätten, den Wahlkampf unter diesen Umständen fortzusetzen.

Die einzigen Partei, die nicht offiziell das Ende des Wahlkampfes in Radevormwald erklärt haben, waren die Grünen, die Piraten und die MLPD. Die MLPD und Piraten haben, meiner Kenntnis nach, keine Aktivisten in Radevormwald, und die Grünen sind – meiner Überzeugung nach – in einer Schockstarre. Es ist ihnen sicher nicht anzulasten, daß sie ihren Rücktritt vom Wahlkampf nicht offiziell erklärt haben.

Wir waren meiner Kenntnis nach die ersten, aber das heißt nicht und soll nicht heissen, daß die anderen Parteien diesen Rücktritt von Wahlkampfaktivistäten nicht ebenfalls aus der reinen Erschütterung erklärt haben.

Die Politiker in Radevormwald sind wirklich erschüttert.

Seht es uns nach, wenn wir uns in dieser Situation nicht absolut korrekt verhalten, denn – trotz unserer repräsentativen Funktion – sind wir nur Menschen.

– Fritz Ullmann

Schwerer Unfall in den Wupperorten.

Wie mittlerweile jedem bekannt sein wird, ist ein Bus der Linie 626 gegen 11:50 Uhr Nähe Wuppermarkt von der Straße abgekommen und in die Wupper gestürzt.

Ich bin nicht hinreichend über den Unfallhergang informiert, um tatsächlich etwas inhaltlich zur Sache zu sagen. Der Unfall ereignete sich knapp einen Kilometer von meiner Wohnung entfernt. Mit der betroffenen Buslinie fahre ich fast täglich in Richtung Radevormwald, die Fahrer sind mir fast alle bekannt, somit auch der Fahrer des betroffenen Busses.

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