Wie das mit der Presse so funktioniert.

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Der Umgang mit der Presse ist, gerade im Westen, oft nicht ganz leicht für DIE LINKE. Hier mal ein kleines, aber harmloses Beispiel, wie sich eine Pressemeldung vom Schreibtisch eines Parteifunktionärs bis zu ihrem Erscheinen in der Presse entwickeln kann.

Unter Funktionären und Mandatsträgern der Partei gilt schon länger der Grundsatz, dass man beim Umgang mit der Presse eigentlich nichts richtig machen kann – d.h., wenn einem der Redakteur nicht wohl gesonnen ist.

Anlass für diesen kurzen Beitrag ist eine Pressemitteiliung des Ortsvorsitzenden für Radevormwald, Adrian Münter.

Dieser schrieb gestern die folgende Meldung:

Gründung bestätigt – DIE LINKE hat Ortsverband Radevormwald

Am vergangenen Sonntag hat der Kreisverbandsvorstand Oberberg der Partei DIE LINKE nach eingehender Prüfung der Unterlagen die Gründung des Ortsverbandes Radevormwald vom Januar 2010 einstimmig anerkannt. Im Zuge dessen wurde die auf der Gründungsversammlung vorgenommene Wahl des Ortsvorstandes ebenfalls anerkannt und ich, Adrian Münter, somit in meiner Funktion als Ortsvorsitzender bestätigt, so dass die praktische Arbeit nun aufgenommen werden kann.

Zwar sind die Mitglieder der LINKEN in Radevormwald zu keinem Zeitpunkt tatsächlich inaktiv gewesen, aber nun sind wir in der Lage, uns selbst zu verwalten. Thematisch widmen wir uns weiterhin den Feldern, in denen wir auch zuvor aktiv waren: Wir werden uns weiter gegen rechtes Gedankengut und rechte Gewalt engagieren, unseren Ratsvertreter, Fritz Ullmann, bei seiner Arbeit unterstützen,  aber darüber hinaus auch eigene, lokale Aktionen starten.

Weitere Details werden wir auf unserer ersten Mitgliederversammlung besprechen, zu der zeitnah am 25. März geladen wird. Auf Grund der langen Prüfungszeit werden wir bei dieser Gelegenheit auch über Nachwahlen für den Vorstand diskutieren, da einige Funktionen vakant sind. Es fehlt uns zum Beispiel nocht eine Genossin oder ein Genosse, der die Aufgabe des Schriftführers wahrnimmt.

Der LINKE Stadtverordnete Fritz Ullmann steht für Funktionen im Vorstand weiterhin nicht zur Verfügung, da er eine Vermischung von Parteivorstand und Ratsvertretung für undemokratisch halte. Er hat sich bereit erklärt, stattdessen praktische Aufgaben für den Ortsverband zu übernehmen um dessen schnelle Festigung zu unterstützen.

Ich weise bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass auch die übergeordnete Basisorganisation Radevormwald-Hückeswagen “zeitnah” (so der Kreisvorstand) in einer Vollversammlung zusammenkommen wird um Neuwahlen für den BO-Rat abzuhalten.

Jetzt halten wir mal dagegen, was eine vielgelesene radevormwalder Zeitung daraus gemacht hat. Nennen wir sie, der Fairness halber, einfach Mergische Borgenpost.

Die Linke jetzt mit einem Ortsverband
Radevormwald (wos) Adrian Münter teilt mit, dass der Kreisverband Oberberg der Partei Die Linke jetzt den Ortsverband anerkannt hat. Gleichzeitig sehe der Kreisverband ihn als Vorsitzenden an. Eine Versammlung soll am 25. März über weitere Vorstandspositionen bestimmen. Nicht im Vorstand ist, das geht aus der Mitteilung hervor, Fritz Ullmann. Das fraktionslose Ratsmitglied war 2009 für Die Linke über die Liste in den Stadtrat gewählt worden. Münter teilt weiter mit, dass die übergeordnete Basisorganisation für Rade und Hückeswagen weiter besteht.“

Der Redakteur der Mergischen Borgenpost (wie sie bereits ahnten, ein guter Freund von mir) hat in seiner kurzen Zusammenfassung faktisch nichts falsches geschrieben. Grundsätzlich stimmt das alles. Aber halten sie mal die Eindrücke gegen einander, die sie nach dem lesen beider Artikel hatten.

Fällt Ihnen was auf?

Sehen Sie. Das ist Pressefreiheit.

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