Landessprecher der LINKEN fordern: Atomtransporte generell verbieten!

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Zu den Castortransporten erklären Katharina Schwabedissen und Hubertus Zdebel, LandessprecherInnen DIE LINKE. NRW:

Der Widerstand gegen die Castortransporte ist unglaublich groß, bunt, solidarisch und beeindruckend. Schon in Frankreich und dann in Deutschland ist es immer wieder gelungen, mit phantasievollen Aktionen den Zug aufzuhalten und den Transport der elf Castorbehälter aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague nach Gorleben um mindestens einen halben Tag zu verzögern. Am vergangenen Samstag hat im wendländischen Splietau mit über 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die bisher größte Demonstration in der Geschichte der Castortransporte stattgefunden.

Auch viele AktivistInnen aus Nordrhein-Westfalen sind vor Ort. Die Polizei, die zum wiederholten Male zur Durchsetzung der Interessen der Atomindustrie missbraucht wurde, hat mehrfach versucht, die Situation zu eskalieren; davon haben sich die Blockiererinnen und Blockierer nicht provozieren lassen und haben ihren friedlichen und solidarischen Protest durchgehalten. DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen bedankt sich ausdrücklich für den überlangen Einsatz der Demonstrantinnen und Demonstranten, die ohne staatlich zugeführte Ersatztruppen, trotz Prügelattacken und Tränengaseinsätzen, den demokratisch legitimierten Protest gegen die todbringende Atompolitik der Bundesregierung zum Ausdruck bringen.

Die Proteste gegen die Atompolitik im Wendland zeigen: Die Castoren rollen gegen jede Vernunft und gegen den ausdrücklichen Willen der großen Mehrheit der Menschen. Bei der Durchsetzung der Gewinnmaximierung der Stromkonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW bleibt die Demokratie auf der Strecke.

DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen fordert das generelle Verbot aller Atomtransporte. In NRW fordern wir wie die Bürgerinitiativen aus NRW, der BUND und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) von der Landesregierung als ersten Schritt mindestens ein sofortiges Moratorium.

Es gibt kein sicheres Atomlager – nicht in Gorleben, nicht in Ahaus und auch sonst nirgendwo! Atomkraftwerke gehören abgeschaltet: SOFORT!

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Eine persönliche Anmerkung von Fritz Ullmann: Die Debatte sollte in Zusammenhang mit den durch den Transport entstehenden Kosten für die Castoren gesetzt werden. Die eigentlichen Verursache und Profiteure der Kernenergie, die hinter dieser Technik stehenden Konzerne, sollen an den Kosten eben nicht beteiligt werden, denn auch hier gilt die
Verbrecherlogik: Privatisierung der Gewinne, aber Vergesellschaftung der Verluste!

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