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Der ALDI am Wuppermarkt und verdorbene Lebensmittel: Ein ekeliges Dauerthema

Wer beim ALDI Nord im Wuppermarkt regelmäßig einkauft, der kennt es: Oft sind Lebensmittel verdorben, Gemüse und Obst schimmeln in der Auslage. Die Hygiene ist schlicht unzureichend, selbst verpackte Waren sind oft abgelaufen oder erkennbar verdorben. Mir reicht es jedenfalls. Ich werde dieses verantwortungslose Geschäftspraxis nicht mehr tolerieren und kämpfe gegen den Ekel.

November-Wurst-im-Dezember-2015_s-DatumIm Dezember letzten Jahres war es mal wieder soweit: Ich habe mir wieder einmal verdorbene Ware bei ALDI am Wuppermarkt unterschieben lassen und es erst zu Hause beim auspacken des Einkaufs bemerkt. Es handelte sich um eine Packung „Landbeck Mini Schinkenknacker“. Und wenn ich sage verdorben, dann meine ich verdorben, und nicht nur abgelaufen. Innen hatte sich Flüssigkeit abgesetzt und die Packung war bereits aufgebläht.

Ich sollte es besser wissen; aber das ist kein Zustand, von dem man ausgehen müssen sollte. ALDI ist ein riesiges Unternehmen mit unglaublichen Gewinnen. Sorgfalt ist ALDI nicht nur zuzumuten, es ist schlicht und ergreifend eine Voraussetzung für jeden Händler, dass er keine verdorbene Ware verkauft. Bei ALDI am Wuppermarkt kommt das aber leider andauernd vor – tatsächlich so oft, dass man bei einem unbedachten Einkauf von bestimmten davon ausgehen kann, jedes Mal abgelaufene Ware zu erhalten. Fast bei jedem Einkauf weise ich die Angestellten darauf hin, dass Gemüse oder Obst verschimmeln oder verpackte Ware abgelaufen ist. Es ändert sich nichts.

IMG_20160116_175147229_AusschnittHeute (16.01.2016) bei meinem Einkauf wollte ich wieder Schinkenknacker kaufen… schon die Farbe der Wurst in der ersten Reihe des Kartons ließ mich dabei aufmerksam werden.

IMG_20160116_175202194Ein Blick auf das Datum bestätigte, dass die Wurst nicht nur bedenklich aussah, sondern auch abgelaufen war. Diese ungekühlte Dauerwurst lag also schon lange in den Regalen des ALDI. Solche Produkte verderben schließlich nicht so schnell, sind keine Frischware.

Also begann ich kurzentschlossen, das Regal auszuräumen und zu überprüfen, wie viele der Packungen abgelaufen waren.

Die Bilanz:

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Von 53 Packungen „Landbeck Mini Schinkenknacker“ waren 32 abgelaufen –
mehr als die Hälfte!

IMG_20160116_180043373_AusschnittIm Regal direkt unter den Schinkenknackern lagen mehrere Packungen einer anderen Dauerwurst, „Schinken-Pfefferlinge“. Dieses Produkt wollte ich mir jetzt auch noch ansehen, und ich wurde direkt wieder fündig. Auch diese Wurst war abgelaufen.

Ich sah mir jede Packung Schinken-Pfefferlinge an, die noch in den Regalen des ALDI-Marktes lag – ich fand keine einzige Packung mehr, die nicht abgelaufen war. Es waren nur noch zehn, und alle seit mehreren Tagen abgelaufen.

Hier die gesamte abgelaufene Ware aus dem Regal auf einem Haufen (wohl gemerkt, nur zwei Produkte hatte ich überprüft):

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Ich blieb bei meiner Sortierung übrigens unbehelligt, auch wenn ich das Interesse anderer Kunden auf mich zog, die verdutzt zur Kenntnis nahmen, dass das tatsächlich alles abgelaufen war. Nach getaner Arbeit ging ich zur Kasse und wies darauf hin, dass über 40 Packungen abgelaufener Dauerwurst-Artikel hinten im Laden gestapelt wären, die sollte jemand beseitigen. Man klingelte das Glöckchen, und nach ein paar weiteren Minuten kamen zwei ALDI-Mitarbeiterinnen, um die Wurst einzusammeln. Eine davon in zivil.

Diese ALDI-Mitarbeiterinnen fanden es überhaupt nicht lustig, dass ich ihnen die Regale ausräumte – Das dürfe ich nicht! Ich sah‘ das anders: Sie dürfen das gar nicht mehr verkaufen! Es muss schnellstmöglich aus den Regalen, bevor das noch jemand im guten Glauben, dass man in einem Supermarkt in der Regel keine verdorbene Ware bekommt, mitnimmt.

Man erklärte, sowas könnte schon mal vorkommen (während man gut 40 Packungen Würste einsammelte); man sei schließlich Mensch. Natürlich, das ist man, und wäre es eine Ausnahme, es dürfte zwar immer noch nicht vorkommen, aber ich würde es zumindest verstehen wollen. Hier aber ist es die Regel, und die ALDI-Mitarbeiterinnen bagatellisierten den Verkauf von abgelaufener und verdorbener Ware an die Kunden (uns). Diese Reaktion zeigt überdeutlich, wie normal es für die Angestellten des ALDI Nord am Wuppermarkt wirklich ist, das abgelaufene Ware in den Regalen liegt.

Dann kam ein weiterer Kunde hinzu, fasste sich ein Herz und stellte sich mir zur Seite: Die Hygiene in diesem Geschäft sei nicht angemessen, andauernd käme es vor, dass ganze Lagen Gemüse verschimmelt seien. Man sagte ihm, oft käme Ware schon verdorben an und würde direkt zurück geschickt. Ansonsten läge das an der Klimaanlage, dagegen könnte man nun einmal nichts tun.

Soll uns das etwa beruhigen? Wenn es an der Klimaanlage läge (dass das Gemüse schimmelt; nicht, dass abgelaufene Wurst in den Regalen liegt), dann wäre die Klimaanlage kaputt und dann muss sie eben repariert werden. Machen wir uns nichts vor: Ein Laden, der das wirklich nicht gewährleisten könnte, müsste geschlossen werden!

Es ist unter solchen Bedingungen jedenfalls nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand an verdorbenen Lebensmitteln aus dem ALDI am Wuppermarkt vergiftet – Wenn das nicht schon passiert ist! Schließlich wird bei einer Lebensmittel- oder gar Fleischvergiftung nicht automatisch festgestellt, ob die Wurst erst im Schrank des Kunden oder schon im Laden verdorben war.

Ich werde ab jetzt jedenfalls weiter machen und abgelaufene Ware, so wie sie mir auffällt, aktiv aus den Regalen räumen, und ich fordere jeden Kunden auf, mit zu machen und sich keinen Müll (nichts anderes ist das) mehr verkaufen zu lassen! Die Verantwortung, die im ALDI Nord im Wuppermarkt sonst keiner so recht tragen will, müssen dann eben wir Kunden für einander tragen.

Wollen Sie am Ende derjenige sein, der diese Wurst noch isst?

Wenn auch Sie Sich über die Zustände im ALDI Nord am Wuppermarkt ärgern, können Sie hier auf unserem Forum ihre Meinung schreiben!