Gedenkveranstaltung an der Wenzelnbergschlucht

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An der Wenzelnbergschlucht wurde gestern der Ermordnung von politischen Gefangenen durch die Gestapo gedacht. Diese hatte buchstäblich in letzter Minute versucht, so viele Menschen wie möglich, die an einem demokratischen Aufbau Deutschlands hätten mitwirken können, zu beseitigen. Mit zwei weiteren Mitgliedern des Runden Tisches gegen Rechts nahm ich an der Veranstaltung teil.

71 Menschen, vorwiegend Kommunisten und Geistliche, fielen den Mordgesellen zwei Tage vor der Befreiung Solingens zum Opfer. Zwar hatte pro NRW angekündigt, die Veranstaltung zu stören, aber  dann war von pro’s erfreulicher Weise nichts zu sehen.

Die Veranstaltung war mit ca. 150 Besuchern gut besucht, der Ablauf war würdevoll und gemessen. Schüler hatten in einem Projekt versucht, die psychologische Situation der totgeweihten Gefangenen nachzuempfinden.

Es waren übrigens nur deswegen „nur“ 71 Opfer, weil der Leiter des Gefängnisses in Remscheid-Lüttringhausen, aus dem die meisten Opfer entführt wurden, gegen die Faschisten arbeitete und sich darum bemühte, seine Gefangenen zu beschützen. Gefordert hatten die Faschisten nicht weniger als 600 Namen.

Besonders lobenswert war die Rede von Gunhild Böth, die für die VVN-BdA, einer der veranstaltenden Organisationen, sprach. Die Rede kann hier als OGG herunter geladen werden:
Rede von Gunhild Böth in der Wenzelnbergschlucht, 2011 (11 MB)

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